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5 Tipps für ein Leben ohne Angst

Ich bin furchtlos!“, denkst du dir jetzt vielleicht. Dann ist dieser Artikel wahrscheinlich nichts für dich. In den letzten Monaten habe ich mich zunehmend mit der Psychologie und verschiedenen Ängsten befasst und mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehört. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Fast jeder von ihnen hatte mit irgendeiner Art von Angst zu kämpfen. Manche mehr, andere weniger. Sie sprachen nur bislang nicht darüber. Jeder, der mich ein bisschen kennt weiß, dass ich vor vielen Dingen Angst habe: Fliegen, Menschenmassen, enge Räume, Spinnen, Schlangen, Achterbahnen, Situationen, aus denen ich nicht flüchten kann, Kontrollverlust und die Angst vor dem Ungewissen.

Noch vor wenigen Monaten hätte diese Liste noch um mindestens zehn weitere große Ängste ergänzt werden können. Besonders häufig ist in unserer Gesellschaft die „Angst vor dem Ungewissen“. Sie äußert sich unterschiedlich stark bei jedem Betroffenen. Das kommt unter anderem auf das unterschiedliche Sicherheitsbedürfnis eines Jeden an. Diese Angst, sowie viele andere auch, schränkt uns im Leben mal stärker, mal weniger stark ein. Wir bleiben lieber in unserer angstfreien Komfortzone, schlürfen eine heiße Tasse Tee und beobachten die anderen bei ihren Abenteuern. In einem Coaching, das ich vor kurzem absolviert habe, kam dann der Begriff „Die Angst vor dem Leben“ auf.

Das bedeutet nicht, dass du zwingend Angst vor dem Leben an sich hast. Du hast nur kein Vertrauen dazu, dass es das Leben immer gut mit dir und deinen Liebsten meint. Denn genau so entstehen die Ängste. Wärst du überzeugt davon, dass alles immer so passiert, wie es passieren soll, dann müsstest du ja auch keine Angst haben, oder?

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, musst du jetzt aber nicht den Wattebausch auspacken, dich darin einwickeln und fünf Sicherheitsschlösser an deiner Tür installieren. Du kannst dennoch dein Leben LEBEN. Denn ist es nicht so, dass du eigentlich das Gefühl hast, dass du für mehr als ein ganz einfaches Leben und damit für ein außergewöhnliches Leben bestimmt bist? Fakt ist natürlich dennoch: Von nichts kommt nichts. Wenn du auf meinen Blog gestoßen bist, oder ihn sogar regelmäßig liest, bin ich mir sicher, dass auch du Großes erreichen willst. Lass dich von deiner Angst deshalb nicht abhalten, sondern lerne, mit ihr umzugehen.

Wenn du eine ängstliche, eher introvertierte Person bist, wird das was nun kommt eine große Umstellung für dich sein. Doch diese Umstellung ist nötig, damit du dein volles Potenzial ausschöpfen kannst. Die nächsten fünf Schritte werden dir auf deinem Weg helfen. Solltest du weitere Tipps, oder persönliche Beratung brauchen, darfst du mir sehr gerne eine E-Mail (rr@rebeccamariareise.com) oder eine Nachricht auf Instagram schreiben. Vielleicht kann ich dir genau zu deiner Situation den Impuls geben, den du gebraucht hast, um in die richtige (angstfreie) Richtung aufzubrechen.

Tipp 1 für ein Leben ohne Angst: Lebe in der Gegenwart

Deinem neuen, angstfreien Leben wirst du einen großen Schritt näher sein, wenn du dieses Prinzip verinnerlicht hast:

Die meisten unserer Ängste entstehen dadurch, dass wir genau das nicht tun. Wir überlegen uns lieber „Was könnte passieren?“, anstatt uns darüber bewusst zu werden, was gerade wirklich passiert. Denk einmal kurz darüber nach: Wie häufig hast du dich wirklich schon in einer gefährlichen oder gar lebensbedrohlichen Situation befunden und wie häufig hast du dir die Situation nur ausgemalt und dadurch die Angst geschürt?

Sei ehrlich zu dir selbst: Bist du schon jemals mit dem Flugzeug abgestürzt? Hast du jemals deine Miete nicht bezahlen können, weil du nach einer Kündigung keinen neuen Job gefunden hast und dir auch niemand ausgeholfen hat? Wurdest du jemals von einer Spinne attackiert und beinahe umgebracht? – Vermutlich (und hoffentlich) kannst du auf all diese Fragen mit einem „Nein“ antworten. Diese kannst du natürlich auf sämtliche Ängste anwenden. Das Prinzip ist immer das Gleiche.

Nun wird dir der Tipp alleine nicht viel helfen, da unsere Ängste nicht rational sind. Im Moment der Angst wirst du nicht über alle logischen Gründe nachdenken können und dir selbst erklären, warum der Worst Case voraussichtlich nicht eintreten wird. Versuchst du das, dann arbeitest du eher gegen die Angst. Unser Gehirn kann immer nur an eine Sache gleichzeitig denken. Wenn deine Angst ihm also sagt, dass du jetzt Angst vor dieser Spinne hast, dann kannst du ihm nicht einreden, dass du keine Angst hast. Die Emotionen überwiegen immer. Versuchst du hier gegenzusteuern, belügst du dich nur selbst und machst deine Angst nicht besser, sondern schlimmer. Was du aber tun kannst ist, dir folgende Frage zu stellen:

Befinde ich mich in genau diesem Augenblick wirklich in Gefahr? Ist diese Situation lebensbedrohlich?“

In nahezu 100 Prozent der Fälle wirst du auf diese Fragen mit „nein“ antworten können. Dadurch kann zumindest ein Großteil der Angst schon einmal verschwinden und dein Bewusstsein der Gegenwart wird wieder gestärkt. Versuche dich darauf zu konzentrieren und du wirst sehen, dass es dir gleich etwas besser geht.

Tipp 2 für ein Leben ohne Angst: Sei dir über deine Ziele klar

Ich kann es nicht oft genug erwähnen: Von nichts kommt nichts! Um unsere Ziele zu erreichen müssen wir uns über diese klar werden, viel arbeiten und (ganz wichtig!) aus unserer Komfortzone heraustreten. Nicht nur einmal, sondern immer wieder wird es notwendig sein, diese zu verlassen. Ich finde dieses Zitat von Tony Robbins sehr passend um das zu verinnerlichen:

Doch genau davon möchtest du weg. Du möchtest dich weiterentwickeln und vielleicht sogar das Unmögliche möglich machen. Das wird nicht funktionieren, wenn du ausschließlich nach alten Mustern lebst und nur in deiner Komfortzone bleibst. Es sind neue Maßnahmen, neue Wege und neue Herausforderungen notwendig um deinen Zielen näher zu kommen.

Nimm dir deshalb ein paar Minuten Zeit und überlege dir, was deine großen Ziele sind. Was möchtest du unbedingt erreichen? Wann hättest du das Gefühl, dass du dich selbst verwirklicht hast? Wenn du das erledigt hast, dann schreibe dir grob auf, was du alles dafür tun musst. Sind hier auch Dinge dabei, vor denen du eigentlich Angst hast? Vermutlich. Wird es dich davon abhalten deinen Zielen dennoch zu folgen? Bitte nicht.

Trotze der Angst, brich aus deiner Komfortzone aus, sei mutig – es wird sich lohnen!

Tipp 3 für ein Leben ohne Angst: Teile deine Ängste

Eines kann ich dir versprechen: Egal um welche Angst es sich bei dir handelt – Du bist nicht allein! Irgendwo da draußen gibt es jemanden, der die Angst mit dir teilt. Vielleicht sogar in deiner Familie oder in deinem Freundeskreis. Um deine Angst wirklich bewältigen zu können, solltest du diese nicht für dich behalten, sondern mit anderen Menschen darüber sprechen. Das muss nicht gleich ein Psychologe oder ein Coach sein, wobei das in manchen Fällen sinnvoll sein kann. Die meisten Coaches bieten kostenlose Erstgespräche an, in denen du feststellen kannst, ob du dich in dieser Coaching-Beziehung wohlfühlst. Vielleicht sprichst du aber auch erst einmal mit deiner besten Freundin, deinen Eltern oder einfach mit jemandem, der die gleiche Angst mit dir teilt.

Beispielsweise hat jeder Dritte ein komisches Gefühl, wenn er in ein Flugzeug steigt. Eine große Anzahl an Menschen hat außerdem Angst vor dem Ungewissen. Sie haben Angst die Kontrolle abzugeben und nicht zu wissen was die Zukunft für sie bereit hält. Du siehst, es gibt viele Menschen, die ähnliche Ängste teilen. Wenn du dich öffnest und über deine Ängste sprichst wirst du schnell feststellen, dass du die Angstbewältigung nicht alleine machen musst, sondern auf Unterstützung zählen kannst. Außerdem ist es doch wunderbar, sich gegenseitig zu motivieren und Erfolgserlebnisse miteinander zu teilen, oder?

Tipp 4 für ein Leben ohne Angst: Stell dich deinen Ängsten

Bitte nicht kurz vor Schluss wegklicken! Ich verspreche dir, dass der Punkt gar nicht so gruselig ist, wie er sich im ersten Moment anhört. Tatsächlich ist er unglaublich wichtig, damit du deine Angst überwinden kannst. Um das zu schaffen, musst du verschiedene Schritte durchlaufen:

  1. Erkenne deine Angst

  2. Akzeptiere deine Angst

  3. Stelle dich deiner Angst

  4. Überwinde deine Angst

Die Existenz deiner Angst zu leugnen wird sie nicht verschwinden lassen, sondern gleicht dem Prinzip der Verdrängung. Du schiebst die Angst bewusst weg und versuchst dich nicht damit zu beschäftigen. Das wird dir für den Moment richtig erscheinen, aber sobald du dich einer Angstsituation näherst wirst du sehen, dass die Verdrängung nichts gebracht hat. Erkenne deine Angst daher und akzeptiere sie. Du weißt, dass sie ein Teil deines Lebens ist und dass du zwei Möglichkeiten hast: Entweder du lebst mit ihr oder du überwindest sie.

Um das große Ziel der Überwindung der Angst erreichen zu können, musst du aktiv an ihr arbeiten. Das bedeutet für dich, dass du regelmäßig aus deiner Komfortzone heraustreten und deiner Angst direkt in die Augen blicken musst. Wenn du Flugangst hast, dann steige in ein Flugzeug! Wenn du Höhenangst hast, dann fahre auf ein hohes Gebäude und blicke aus dem Fenster nach unten! Wenn du Angst vor dem Ungewissen hast, dann tu etwas was du noch NIE getan hast und lass dich einfach überraschen!

Du wirst in den allermeisten Fällen danach merken, dass es doch gar nicht so schlimm war und deine Angst eigentlich unbegründet ist. Sicher wird sie nicht von einer Konfrontation komplett verschwinden. Allerdings kannst du immer weiter daran arbeiten und mit jedem Mal sehen, wie die Angst immer weniger wird. Das wird ein tolles Gefühl sein, das verspreche ich dir!

Tipp 5 für ein Leben ohne Angst: Sei dir bewusst wie mutig du bist

Sicher, du hast vor ein paar Dingen Angst. Vielleicht handelt es sich hierbei um große Ängste, vielleicht aber auch nur um ein paar Kleinigkeiten. In Tipp 5 vergessen wir aber nun alle Ängste für einen Moment. Konzentriere dich jetzt darauf, wie mutig du bist. Bestimmt fallen dir auf Anhieb viele Dinge ein, vor denen du keine Angst hast, obwohl sich viele andere Menschen davor fürchten. Möglicherweise gehst du gerne alleine auf Reisen, kletterst gerne weit in die Höhe oder fährst gerne weit über das Meer. Für dich sind das ganz normale Dinge, vielleicht sogar Hobbys. Für viele Andere sind das aber Dinge, vor denen sie große Angst haben und die sie lieber meiden.

Konzentriere dich deshalb nicht darauf, wie ängstlich du bist, sondern rufe dir für einen Moment nur deinen Mut ins Gedächtnis. Ich bin sicher du wirst dich danach toll fühlen. Wiederhole diese Übung wann immer du ein bisschen Motivation oder einfach ein paar aufbauende Gedanken brauchst. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns genau das geben können.

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