Nebenberuflich selbstständig hauptberuflich glücklich

Warum der einfachste Weg selten der beste ist

Wenn nur alles so einfach wäre…“

So oft habe ich diesen Satz schon gehört, oder, zugegebenermaßen, auch selbst gesagt. Es wäre schon großartig, wenn uns alles in den Schoß fallen würde und wir nicht viel dazu tun müssten, oder nicht? Ich bin sicher, dass auch du diesen einen Freund hast, dem einfach alles zufliegt und der sich nie besonders anstrengen musste. Ich kenne viele Menschen, die ohne Probleme den Studienplatz den sie möchten, das Praktikum von dem sie immer geträumt haben und dann gleich ein fantastisches Jobangebot mit einem Einstiegsgehalt, das mich verzweifelt und ein bisschen neidisch auf mein eigenes Konto schauen lies, bekommen.

Von welchem Zeitraum sprechen wir hier aber? Von Studium bis Berufseinstieg sind es vielleicht 3 bis 5 Jahre? Manchmal ein bisschen mehr, manchmal weniger. 3 bis 5 Jahre von wie vielen? 80? 90? Vielleicht sogar 100? Was ist das schon? Und sollten wir nicht allen unseren Mitmenschen ein wenig Glück gönnen? (JA! Sollten wir!)

Wer weiß, dieser bestimmte Freund oder diese bestimmte Freundin hat vielleicht beim Berufseinstieg Glück gehabt, dafür kommt deine glückliche Phase, in der es der Zufall und das Schicksal gut mit dir meinen in 10 Jahren, oder in 5, oder vielleicht schon morgen? Du weißt es nicht. Fakt ist aber, dass du darauf nicht warten, sondern dein Leben selbst in die Hand nehmen solltest. „Dem Glück ein bisschen auf die Sprünge helfen“ sozusagen.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Warte nicht darauf, dass dir etwas zufliegt. Setze deine Träume hoch an, auch wenn diese in der Gegenwart noch unerreichbar scheinen. Auf dem Weg dorthin kannst du so viele wunderbare Dinge lernen. Nicht zuletzt auch Dinge über dich selbst. Es ist so wichtig, dass wir an unseren Träumen wachsen und etwas aus ihnen lernen. Deine Ziele werden sich über die Zeit hinweg verändern. Das sollte dich nicht aus der Bahn werfen, sondern dich freuen! Dann gehst du eben wieder in eine andere Richtung. Wichtig ist nur, dass du nichts halbherzig machst, sondern immer mit vollem Einsatz dabei bist – was es auch ist.

Vielleicht bist du schon seit einiger Zeit single und wünscht dir endlich den EINEN zu finden. Bitte nimm nicht irgendeinen, nur damit du nicht allein bist. Ich weiß genau, dass du dir vorstellst, wie ER sein soll. Bitte gib dich nicht mit einer 60% Version von ihm zufrieden. Das wird auf Dauer nicht gut gehen (Achtung: Hier spricht jemand aus Erfahrung!). Auch wenn es Zeit braucht und viele, vor allem deine Freunde und deine Familie, dir immer wieder sagen: „Ach, der ist doch ganz nett!“. Willst du wirklich jemanden, der „ganz nett“ ist? Oder willst du lieber weiter nach DEM EINEN suchen und das Vertrauen darauf haben, dass du diesen auch findest?

Vielleicht hat es aber auch gar nichts mit Beziehungen zu tun. Vielleicht hast du gerade dein Studium beendet und bist in deinem ersten Job. Dieser ist „ganz nett“ (da ist es wieder!), aber sonst nichts. Du freust dich morgens nicht darauf in die Arbeit zu gehen und bist froh, wenn die Uhr endlich 17 Uhr anzeigt und du wieder nach Hause gehen kannst. Du machst deine Arbeit gut, aber eine Leidenschaft für etwas zu haben sieht wirklich anders aus. Du erkennst dich hier wieder? Dann sag mir jetzt EINEN Grund, warum du diesen Job behalten solltest. Warum solltest du auch nur eine Sekunde länger etwas machen, das mit deinen Plänen für die Zukunft rein gar nichts zu tun hat? Möchtest du wirklich ein Berufsleben führen, das „ganz nett“ ist und von dem du dir immer mit Stolz sagen kannst „Wo anders ist es ja noch schlimmer.“? … Habe ich auch nicht gedacht

Nun hast du dich umgeschaut im Arbeitsmarkt und es sind interessante Jobs verfügbar. Also bewirbst du dich auf ein paar davon und nimmst vielleicht sogar einen an. Trotzdem sind deine Gedanken nicht immer voll und ganz bei dem Job, den du gerade machst. Du hast selbst so viele Ideen, die du selbst umsetzen möchtest. Du willst nicht für jemand anderen, sondern nur für dich selbst arbeiten. Die Idee hast du, die Kreativität sowieso und die Power, das Ganze umzusetzen auch. Warum also warten? Sicher, irgendetwas muss die Miete und alle anderen Rechnungen bezahlen. Vielleicht beginnst du also damit, dein eigenes Business neben dem Job aufzubauen. 9-to-5 geht es nur darum deinen Job gut zu machen und Geld zu verdienen. Vor 9 und nach 5 geht es dann darum, deinen Zielen näher zu kommen und in ein paar Monaten, in einem Jahr oder in ein paar Jahren vielleicht sogar deinen Job kündigen zu können, um das zu machen, was du schon immer machen wolltest.

Du hast immer noch Zweifel? Du findest, du bist zu jung, um so etwas zu machen? Warum? Erst gestern habe ich einen Satz gelesen, der genau diese Bedenken aus dem Weg räumt und so unglaublich wahr ist:

I‘m going to f*ck up so many times and make so many mistakes, anyway why can‘t I do it now? Start everything now, and just figure it out along the way. There‘s never going to be a right time to start something like this, right?“ – Sandy Liang

Am Ende diesen Beitrags siehst du es sicher auch ein, dass nicht alles einfach ist. Aber auch, dass nicht alles einfach sein sollte. Große Dinge brauchen oft Zeit, viel Arbeit und eine Leidenschaft dahinter. Aber ist es das nicht wert?

Warum der einfachste Weg selten der beste ist

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