Nebenberuflich selbstständig hauptberuflich glücklich

Was treibt dich an? Lerne deinen inneren und äußeren Ansporn kennen

Wir alle haben einmal klein angefangen, oder sind gerade sogar noch mittendrin. Niemand kann von Anfang an schon alles wissen und immer nur Erfolg haben, ohne große Anstrengung. Wenn du aber etwas gefunden hast, für das es sich lohnt diese Anstrengung aufzubringen, dann hast du einen Glücksgriff gelandet! Halte unbedingt daran fest und leg vor allem los! Es wird sich früher oder später auszahlen.

Wie aber findest du genau diese „Berufung“? Dein Studium hast du mit Erfolg abgeschlossen, dein Job macht dir Spaß, du kommst aber trotzdem nicht von dem Gedanken los, dass da irgendwo noch „mehr“ ist und es das noch nicht gewesen sein kann.

Nebenberuflich selbstständig zu sein ist kein Zuckerschlecken. Das möchte ich niemandem erzählen. Wovon ich allerdings überzeugt bin ist, dass es sich für die richtigen Herzensprojekte zu kämpfen lohnt.

Aber was ist das richtige Herzensprojekt, das wir mit einer solchen Leidenschaft ausführen, dass wir sogar morgens und abends neben unserem Vollzeitjob noch daran arbeiten? Meistens ist es doch so: Wenn es um Arbeit geht, fühlen wir uns am einen Tag total fit und in der Lage, es mit der Welt aufzunehmen. Am nächsten Tag würden wir uns dagegen am Liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen. Inspiration und Motivation sind die Schlagworte, die an einem solchen Tag fehlen. Um gerade letztere wieder herzustellen, kann dir dein innerer und dein äußerer Ansporn behilflich sein. Aber was ist dein innerer Ansporn, was dein äußerer Ansporn (auch genannt: intrinsische und extrinsische Motivation) und wie leitet sich daraus deine Leidenschaft für dein nebenberufliches Herzensprojekt ab?

Dein innerer Ansporn: Spaß, Herausforderung und vieles mehr

Worum geht es bei deinem inneren Ansporn? Wenn du etwas machen möchtest, weil du Spaß daran hast, weil du es als sinnvoll erachtest, oder weil es dich sogar etwas herausfordert, dann machst du es aufgrund deiner intrinsischen Motivation.

Hierbei geht es lediglich darum, was DU willst. Es ist völlig egal, was andere darüber denken, oder sogar, ob es dir finanziell einen Nutzen bringt oder nicht. Du hast aus deinem Inneren entschieden, dass es das ist, was du machen willst.

Beginnen wir mit dem Wichtigsten: Deine Arbeit macht dir Spaß. Wenn du dein Herzensprojekt bereits gefunden hast, wirst du sicher wissen was ich meine. Du gehst stehst gerne früh auf oder bleibst länger wach und gibst bei deinen Projekten immer 110%. Deinen Job liebst du immer noch, auch wenn es einmal stressig wird. Herzlichen Glückwunsch, du hast dir mit deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit das Berufsleben erschaffen, nach dem sich viele sehnen.

Außerdem soll dich die Arbeit in deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit interessieren. Sie ist mehr wie ein Hobby, dem du gerne nachgehst und in dem du immer besser werden willst. Selbst in deiner Freizeit beschäftigst du dich damit und lebst ganz getreu nach dem Motto „Man lernt nie aus“. Vielleicht bist du noch nicht genau an der Stelle, an der du gerne wärst, aber du bist auf dem Weg dahin. Mein Tipp: Vernetze dich mit so vielen gleichgesinnten Leuten, wie es nur geht. Dadurch ergeben sich ganz neue Perspektiven. Außerdem macht miteinander lernen doch noch mehr Spaß, als alleine im stillen Kämmerlein zu sitzen.

Genauso, wie wenn die ein oder andere Herausforderung aufkommt. Du gehst dieser nicht aus dem Weg, sondern du gehst ihr entgegen. Du freust dich darauf, ein Problem zu lösen und wieder etwas dabei zu lernen (da wären wir wieder beim vorigen Punkt). Es wird immer Zeiten geben, in denen nicht alles rosarot ist du, egal  wie sehr du deine Arbeit liebst, einfach nur gestresst bist. Dennoch weißt du, wofür du das alles tust und so macht es dir nichts aus. Du liebst dein Herzensprojekt. In guten wie in schlechten Zeiten 😉

Die intrinsische Motivation ist definitiv am Bedeutsamsten. Wenn sie nicht stimmt, und es gibt nur externe Anreize, dann solltest du dir über die Wahl deines nebenberuflichen Herzensprojekts noch einmal Gedanken machen. Hierbei geht es nicht darum, einen einfach Job zu finden, der die Rechnungen bezahlt. Hierbei geht es darum, deine Berufung, dein Warum zu finden. Wenn du immer noch bei mir bist, dann wird es nun Zeit, sich auch die extrinsische Motivation einmal anzusehen.

Dein äußerer Ansporn: Anerkennung und Entlohnung

Bei der extrinsischen Motivation geht es nicht darum, was dich aus deinem Inneren heraus antreibt. Hier geht es um die externen Reize, die auf dich einwirken und deine Wünsche formen. Natürlich kann auch daraus ein Idee für ein nebenberufliches Unternehmen entstehen. Dennoch sollte sich diese Idee mit deiner intrinsischen Motivation decken. Bei der extrinsischen Motivation führst du die Aufgaben nicht um ihrer selbst Willen aus. Hier geht es um die Aussicht auf Geld, Anerkennung und die Vermeidung von Strafe.

Geld ist wirklich verlockend. Sehr viel Geld ist sehr verlockend. Deshalb kann ich es nur zu gut nachvollziehen, wenn dir bei einem unverschämt großzügigen Jobangebot, oder einem Auftrag die Dollarzeichen in die Augen springen. Geld kann definitiv eine Art von Motivation ein. Da schaut man auch gerne einmal über die ein oder andere stressige Zeit, oder die ein oder andere Überstunde hinweg. Das ist auch in Ordnung. Du wirst ja schließlich dafür bezahlt. Wenn es das ist, was für dich wichtig ist und du an dieser Position noch nicht angekommen bist, dann solltest du JETZT beginnen daraufhin zu arbeiten!

Sicher ist Geld auch eine Form der Anerkennung. Anerkennung äußert sich aber noch auf ganz andere Art und Weise. Das kann ein nettes Wort sein, eine Erwähnung von Kollegen aus der Branche, oder ein geschenktes Mittagessen. Anerkennung ist in jedem Fall wichtig. Niemand möchte Wochen, Monate, Jahre arbeiten, ohne die geringste Äußerung an Dankbarkeit oder Anerkennung zu hören. Es empfiehlt sich also etwas zu machen, in dem du sehr gut bist, oder in dem du noch sehr gut werden kannst. Das Wichtigste ist: Hör niemals auf zu lernen! Gerade im Zeitalter der digitalen Medien kann man niemals auslernen. Es wird immer wieder etwas Neues geben und du wirst ganz vorne mit dabei sein, wenn du zu den ersten gehörst, die diese Neuheit kennen, verstehen und beherrschen.

Die Anerkennung für das was du kannst geht Hand in Hand mit einem weiteren Bedürfnis: Die Vermeidung von Strafe. Ich finde, Strafe ist ein sehr hartes Wort und an dieser Stelle nicht unbedingt passend. Vielleicht passt hier „Vermeidung von Versagen“ besser. Zumindest interpretiere ich das in diesem Zusammenhang so. Wenn du in einem Angestelltenverhältnis bist, kann es für Versagen natürlich auch eine bestimmte Art der „Strafe“ geben, wie zum Beispiel eine Abmahnung, oder eine Degradierung. Das hat natürlich niemand gerne, weshalb jede dies unbedingt vermeiden möchte. Aber auch Fehler im Allgemeinen können zu einem schlechten Gefühl führen. Ich kann dir leider unmöglich versprechen, dass du niemals Fehler machen wirst. Im Gegenteil: Eher kann ich dir versprechen, dass dir definitiv welche passieren werden. Das ist auch überhaupt nicht schlimm, denn aus Fehlern lernen wir. Immer etwas neues zu lernen ist schließlich das, was wir wollen, wenn wir unsere Berufung, unser Herzensprojekt gefunden haben!

In einem Job, den du nur halbherzig ausführst, wird es viel leichter passieren, dass dir Fehler unterlaufen. Vielleicht interessiert dich der Job nicht, vielleicht bist du auch einfach nicht gut darin. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du dir etwas suchst, für das du wirklich brennst. Mit einem nebenberuflichen Herzensprojekt musst du auf dein festes Einkommen nicht verzichten und kannst dich dennoch selbst verwirklichen.

Gehe deinen Wünschen nach und forme dir deine Traumkarriere – nach deinen Vorstellungen!

 

Nun weißt du, was es mit deinem inneren und äußeren Ansporn (intrinsischer und extrinsischer Motivation) auf sich hat. Was fängst du aber nun damit an?

Ich habe es zu Beginn schon einmal gesagt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Auch wenn du ganz am Anfang stehst und zu den Leuten aufschaust, die deine Ziele bereits erreicht haben, solltest du unter keinen Umständen entmutigt werden. Jeder, auch diese Leute, standen irgendwann mal an dem gleichen Punkt, an dem du jetzt stehst. Sie haben ihre Ziele nicht erreicht, da diese ihnen zugeflogen sind. Sie haben hart dafür gearbeitet, sicher die ein oder andere Schweißperle oder Träne auf dem Weg zum Ziel vergossen, aber haben es dennoch geschafft. Sie haben sich nicht aufhalten lassen. Von nichts und niemandem.

Geh also nun die Punkte noch einmal durch und denke an deine Ziele. Wie begründen sich diese durch deinen internen und deinen externen Ansporn? Welcher von beiden ist stärker? Wie möchtest du dein Ziel möglicherweise noch anpassen, damit es perfekt zu dir passt?

Du hast all das erledigt und es kribbelt dir bereits in den Fingern? Worauf wartest du dann noch?

Was treibt dich an? Lerne deinen inneren und äußeren Ansporn kennen

2 Gedanken zu „Was treibt dich an? Lerne deinen inneren und äußeren Ansporn kennen

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